Wir investieren in die Zukunft unserer Kinder – und wollen alle Talente fördern. Deshalb wollen wir das Thema „Talentschulen im Land NRW“ im Schulausschusses am 26. November 2018 gemeinsam mit allen anderen im Rat vertretenen Gruppierungen und Fraktionen besprechen.

Die Bildung und Ausbildung unserer Gladbecker Kinder stehen für uns im Vordergrund unseres kommunalpolitischen Handelns. Wir investieren nicht nur viel in unsere Schulen, wie wir mit dem Beschluss zum Neubau des Heisenberg-Gymnasiums gezeigt haben. Vor wenigen Wochen haben wir den Plan der Stadtverwaltung zum zügigen Ausbau der digitalen Zukunft unserer Gladbecker Schulen mit Breitbandanschluss uneingeschränkt befürwortet. Alle Förderprogramme (u.a. Gute-Schule 2020) zum Schulbau werden in Gladbeck bis auf den letzten Cent ausgegeben. Die Erweiterung der Mosaikschule für knapp 4 Millionen Euro und der Josefschule für 2,6 Millionen zeigen dies ebenso wie das Gladbecker Modell zur Förderung des inklusiven Lernens. Jetzt geht es uns aber um die Beteiligung an einem speziellen Förderprogramm der Landesregierung. Vor einigen Wochen hat die Schulministerin ein Förderprogramm ausgelobt: Schulen sollen sich um den Status „Talentschulen“ bewerben. Im Wesentlichen geht es darum, unentdeckte Talente in Schulen mit „besonderem Unterstützungsbedarf“ zu fördern. Dies soll u.a. durch deutliche Aufstockung von Lehrerpersonal und durch ein integriertes Handlungs- und Förderkonzept von Schulen und Schulträgern geschehen. Insgesamt 45 Schulen sollen in NRW ab Anfang 2019 in diesen besonderen Förderstatus gehoben werden.

Grundsätzlich sind wir zwar der Auffassung, dass alle Schulen in NRW eine solche verbesserte Ausstattung verdient hätten. Dies haben wir bereits bei Bekanntgabe des Förderprogramms kritisch angemerkt. Schaut man aber pragmatisch auf die vom Land aufgestellten Rahmenbedingungen, dann meinen wir, dass sich auch Gladbeck beteiligen sollte. Dies haben wir auch bereits vor einigen Wochen öffentlich so mitgeteilt. Aus unserer Sicht käme als erste Gladbecker Schule die Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Betracht. Hier werden wir die höchste Schülerzahl und einen „besonderen Unterstützungsbedarf“ erreichen. Und dies trotz enormer Anstrengung der gesamten Schule, gemeint als Einheit von Schulleitung, Kollegium und Elternschaft. Vor diesem Hintergrund bitten wir die Stadtverwaltung um eine Berichterstattung, die auf folgende Dinge eingehen sollte:

1. Wie ist das Verfahren?

2. Wie sieht die Förderung aus?

3. Welche Aufgaben kommen auf den Schulträger zu?

4. Hat es bereits Gespräche mit Schulen gegeben? Wenn ja, mit welchem Ergebnis?

5. Wird sich eine Gladbecker Schule bewerben? Welche Schule wird das sein?

Wir Sozialdemokrat*innen setzen uns für die Zukunftsfähigkeit unserer örtlichen Bildungslandschaft ein und investieren nachhaltig. Denn es geht um die beste Zukunftsinvestition: Um unsere Kinder.