Jens Bennarend

Am 11. Juni beschloss der Kreistag einen Neubau des Kreishauses in Recklinghausen. „Die Entscheidung bietet die Chance für mehr Bürgernähe von Verwaltung und Politik bei einem geringeren Kostenrisiko im Vergleich zur Sanierung“, kommentiert Jens Bennarend, Kreistagsabgeordneter und Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Gladbeck. Der Neubau spare Kosten für eine aufwendige Sanierung des fast 40 Jahre alten Verwaltungsgebäudes, das sich unbestritten in einem sehr schlechten baulichen Zustand befinde. Er bedeute zugleich das endgültige Aus für ein Gebäude, das dem Bau-Standard der späten 70er Jahre entspricht. An dessen Stelle trete nun ein zukunftsorientiertes, barrierefreies und energetisch wie wirtschaftlich sinnvolles Gebäude. Hierfür gebe es in den letzten Jahren gute Vorbilder an vielen Orten, u.a. in Gladbeck mit dem Bau des Neuen Rathauses. „Hier wird Zukunft organisiert. Wir schaffen eine moderne Verwaltungszentrale für den größten Kreis unseres Landes und seine Bürger“, sagt Bennarend.

Michael Hübner

Damit eröffnen sich auch Möglichkeiten für eine bürgernähere Kreisverwaltung, sagt Landtagsabgeordneter Michael Hübner: „Dieser Neubau bietet auch die historische Chance, noch einmal abschließend zu prüfen, ob das bisher in der Stadt Marl befindliche Straßenverkehrsamt dezentralisiert und in die einzelnen Städte zurückverlagert werden kann. Dies könnte übrigens auch für andere Dienststellen angedacht werden. Eine Dezentralisierung führt zu mehr Bürgernähe und das Klima wird es uns auch danken, weil viele Fahrten dadurch eingespart werden können. In Zeiten der modernen digitalen Möglichkeiten ist dies doch bei geringem wirtschaftlichem Einsatz möglich! Hierdurch würden sich auch die Kosten beim Neubau des Kreishauses reduzieren. Somit könnten unter Umständen bisherige finanzielle Bedenken gegen eine Dezentralisierung entfallen.“

Ausdrücklich unterstreicht Jens Bennarend: „Der Kreishausneubau ist eine dringend notwendige Maßnahme, da das Ende der 70er-Jahre erstellte Gebäude nicht zukunftsfähig ist und dessen Sanierung unwirtschaftlich teuer wäre. Das ist eine gute Entwicklung für die zehn Städte und ihre 620.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Wir müssen dann aber auch diese einmalige Gelegenheit nutzen und im Interesse der Bürger künftig mehr Leistungen vor Ort in den jeweiligen Rathäusern der Städte anbieten.“ Durch Service näher an den Bürgern könne der Kreis auch insgesamt an Sympathie und Identifikation bei den Menschen gewinnen.