Anlässlich des gestrigen Barbaratags teilt die SPD-Ratsfraktion Gladbeck mit:

„Das Ruhrgebiet gibt es nur, weil es den Bergbau gab. Nach dem zweiten Weltkrieg haben die Bergleute hier an Rhein und Ruhr – auch in Gladbeck – einen unvergleichlichen Beitrag zum Wiederaufbau der Bundesrepublik geleistet. Kohle und Stahl haben Deutschland zu dem gemacht was es heute ist. Deshalb findet die Gladbecker SPD-Ratsfraktion das Anliegen der Gladbeckerinnen Lea Romanowski und Mara Gosdzick, die den Barbaratag am 4. Dezember zu einem Feiertag zu Ehren der Bergleute machen wollen, wirklich toll und unterstützenswert. Über die Petition hat die SPD-Ratsfraktion diskutiert und hat sie einmütig befürwortet. „Wir würden uns freuen, wenn Landtag NRW dies ebenso sehen würde,“ so der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Michael Hübner.

Es sei authentisch, dass Töchter und Enkelinnen Gladbecker Bergleute sich  wünschen, zu Ehren der „Malocher“ einen Feiertag in Gedenken an einen für eine ganze Region und ihre Identität prägenden Berufsstand und die mit dem Bergbau verbundenen Werte zu erinnern. „Wir hoffen wirklich, dass Lea und Mara, die die Petition vor Kurzem beim Landtag NRW mit über 12.500 Unterstützer/innen-Unterschriften eingereicht haben, am Ende Erfolg damit haben. Wir appellieren an den Landtag NRW darüber nachzudenken, auch wenn vielleicht kein ständiger Feiertag durchzusetzen ist, ob man nicht einen einmaligen Feiertag einführen könnte. So wie beim Reformationstag im letzten Jahr“, meint Hübner.

Generell sei es aber wichtig, dass das Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet ein Anlass wird, an die Leistung der Bergleute für ganz Deutschland, aber auch die für lange Zeit in der Region so prägende gesellschaftliche Solidarität zu erinnern. „Das darf nur nicht zur Folklore verkommen“, sagt Hübner und ergänzt: „Wir müssen solche Gelegenheiten eher nutzen, um uns darüber Gedanken zu machen, was wir aus den Traditionen des Bergbaus bewahren, welche Lehren wir aus der Geschichte der Region ziehen, was auch politisch in der Jahren des Strukturwandels womöglich auf der Strecke geblieben ist und wie wir letzten Endes die Zukunft des Ruhrgebiets gestalten.“