Ortsverein Brauck

Bergleute waren die Gründer des Braucker SPD – Ortsvereins. Sie waren schon als Bergleute im „Alten Verband“ gewerkschaftlich organisiert. Argwöhnisch betrachtete der preußische Staat das wachsende politische Selbstbewusstsein der Arbeiter. Daher wurde der Ortsverein zu Tarnungszwecken als Arbeitertheaterverein „Freie Bühne“ gegründet.

Protokollbuch des Arbeiter-Theatervereins „Freie Bühne“

Abschrift der Gründungsurkunde durch Frau Bürgel, Stadtarchivarin der Stadt Gladbeck

1 Gründungsprotokoll 12.01.1913Untitled1
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4 Am 12. Januar 1913 versammelten sich mehrere
5 Freunde der Teatersache beim Wirt Tiele zwecks
6 Gründung eines „Arbeiter-Teatervereins“.
7 Im Verlauf der Debatte wurde der Beschluß
8 gefasst, das der Verein unter dem Namen
9 „Arbeiter-Teaterverein Freie Bühne“ gegrü[n]-
10 det werden sollte. Es erklärten dann auch
11 bei der ersten Besprechung 22 Personen ihren
12 Beitritt zum Verein. Die Aufnahmegebühren
13 für die Gründer des Vereins wurde auf 50 Pf.
14 festgesetzt und ebenfalls für diejenigen Personen
15 die sich bis zur ersten Versammlung auf-
16 nehmen ließen. Es wurde sodann ein
17 provisorischer Vorstand gewählt.
18 Vorsitzender: Freund Schublinski
19 Kassierer: Freund Prost
20 Schriftführer: Freund Borghoff
21 Die genannten Freunde nahmen alle
22 die Wahl an. Nachdem dem Vorstande anheim
23 gelegt worden war, für Lokalität zu sorgen
24 wurde die erste Versammlung zum 26.1.13
25 bestimmt.
26 Daraufhin trennten sich die Freunde
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28 I.V.
29 Otto Dikus

Die Braucker SPD ist mit ihren im Schnitt 190 Mitgliedern der größte und gemeinsam mit Zweckel auch der älteste Gladbecker Ortsverein. Drei große Siedlungsbereiche und Wahlkreise umfasst das betreute Gebiet des Ortsvereins: Brauck – Nord, Brauck A und Brauck Süd. Regelmäßig statten die Braucker Wähler die Ratsmitglieder der SPD mit überzeugenden Mehrheiten aus und schicken sie direkt in Rat und Kreis. Nach den Wahlen 2014 sprach die Presse von „Brauck, die rote Hochburg“. Im Norden wird der Ortsverein durch die A2 begrenzt; westlich verläuft die Grenze längs der B 224, östlich längs der Horster Straße und bis zum Hahnenbach. Im Süden sind die Stadtgrenzen nach Bottrop, Essen Karnap und Gelsenkirchen Horst.

Unser Stadtteil Brauck

AuszugGeodatenportalA3quer KARTE Brauck 1Brauck ist der südlichste Stadtteil von Gladbeck und grenzt an den Gelsenkirchener Stadtteil Horst, an Bottrop-Boy und den Essener Stadtteil Karnap. Brauck ist mit dem Bergbau als Stadtteil entstanden und bis heute durch ihn geprägt. Es existieren mehrere Bergehalden, deren Gestaltung nach dem endgültigen Schluss der Aufschüttung zu einem attraktiven Naherholungsgebiet ein zentrales Anliegen des SPD – Ortsvereins ist. Die ursprünglich im Stadtteil angesiedelten Zechen sind stillgelegt. Auf dem Betriebsgelände der Zeche Graf Moltke 3/4, an der Helmutstraße direkt neben der Autobahn, wurde mit Förderung der EU ein Gewerbepark errichtet. Auf dem Standort der Schachtanlage Mathias Stinnes 3/4 hat sich mit der Firma Klingenburg ein erfolgreich und weltweit operierendes Unternehmen angesiedelt.

Es gibt zwei große Siedlungsbereiche aus der Zeit des beginnenden Bergbaus: Die Siedlung Brauck B südlich der Brauckstraße und die Siedlung Brauck A östlich der Roßheidestraße. Die Siedlungs- und Zechenhäuser wurden in beiden Siedlungsbereichen an die Mieter verkauft, welche sie in liebevoller Eigenleistung in Anlehnung an den Denkmalschutz zu einem Familien- und kinderfreundlichen Stadtteil gemacht haben. Kein anderer Stadtteil hat im Schnitt so viel Gartenanteil wie Brauck. Die „Wohnungsprivatisierungen“ tragen die deutliche Handschrift der Braucker SPD – nach dem Motto: „Kein Verkauf an Dritte! – Eigentumsbildung in Mieterhand!“ Allerdings ist der Gladbecker Süden auch für einen hohen Anteil an Migranten bekannt. Ursachen hierfür liegen in erster Linie in der Ansiedlung aller (vor allem türkischer) Gastarbeiter in den 50er Jahren in sogenannten Zechensiedlungen, die, teils renoviert, noch heute existieren. Brauck ist ein lebens- und liebenswerter Ortsteil mit Perspektive.

Es gibt zwar noch vieles zu tun, aber die Braucker Sozialdemokraten können stolz sein auf das gemeinsam mit den Bürgern und getragen vom Vertrauen der Bürger bisher Erreichte:

Aus den mit verschmutzten LKW ’s beschickten Halden wurden Freizeitgebiete entwickelt, um eine Grünzone von Karnap bis Wittringen zu erhalten. Mit dem Werkstattverfahren und der Bewerbung für die „Internationale Gartenausstellung“ (IGA) gewinnt die Gestaltung der Haldenwelt Gestalt.

  • Das Schulzentrum-Brauck wurde erstritten um die Bildungschancen im Ort zu verbessern.
  • Die AWO – Begegnungsstätte wurde erbaut um im Ort einen größeren Versammlungsort und Treffpunkt zu haben.
  • AWO – Altenwohnungen und weitere seniorengerechte Wohnprojekte wurden erbaut weil man alte Bäume nicht verpflanzt.
  • Der Ausbau von Brauck-. Roßheide-. Mathias- und Horster Straße wurde mit Bürgerunterstützung gefordert und umgesetzt, um Verkehrssicherheit zu erreichen.
  • Mit Bürgerbefragungen und Versammlungen holen wir die Meinungen ein, um sie gegenüber der Verwaltung zu vertreten.
  • Die Bergarbeitersiedlungen Brauck B ( Emscher-, Ufer-, Schleusenstr. ), Brauck A (Dürer-, Schongauer Straße) und Eisenbahnpark (Mathias-, Breukerstr.) wurden vor dem Verkauf an Dritte gesichert, um Eigentumsbildung in Mieterhand zu erreichen.
  • Für Mieter, die nicht kaufen können, wurde weitreichender Kündigungsschutz Ausgehandelt.
  • Der Südpark wurde auf der Stinnes-Schlacke-Halde angelegt, damit eine Grünzone zur Freizeitbetätigung mitten im Ort ist.
  • Auf unsere Initiative hin wurde der Holzplatz und das Stinnesgelände zu einem Gewerbepark entwickelt, um neue Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Brauck wurde auf Initiative der SPD in das Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen und eine positive Weiterentwicklung des Stadtteils in Gang gesetzt.
  • Die Lücken in der Nahversorgung wurden geschlossen und die Nahversorgung auf hohem Niveau stabilisiert.
Unser Vorstand
Vorsitzender
György (Schorsch) Angel

Telefon: 0173 – 5348 742
E-Mail: gy.angel@t-online.de

Andreas Schwarz

Andreas Schwarz

stellv. Vorsitzender

Andreas Pappert

Andreas Pappert

stellv. Vorsitzender | Pressebeauftragter

Viola Lumma

Viola Lumma

Kassiererin

Birgit Buschkowski

Birgit Buschkowski

stellv. Kassiererin | stellv. Pressebeauftragte

Norbert Ganz

Norbert Ganz

Schriftführer

Brigitte Angel

Brigitte Angel

stellv. Schriftführerin

Markus Opora

Markus Opora

Bildungsbeauftragter

Dieter Knappmann

Dieter Knappmann

Ehrenvorsitzender

Alfons Altkemper

Beisitzer

Andreas Theisen

Beisitzer

Wilfried Last

Beisitzer

Joachim Praetsch

Beisitzer

Annette Wünnenberg

Beisitzerin

Peter Mammen

Beisitzer

Gerd Wollnik

Beisitzer

Margitta Opora

Beisitzerin AWO

Franz Pastewski

Beisitzer IGBCE

Monika Altkemper

Beisitzerin AsF

Werner Buschkowski

Revisor

Margit Hauke

Revisor

Lothar Squar

Revisor