Das Ruhrgebiet ist stark im Wandel – aber wir müssen aufpassen, dass die guten Arbeitsbedingungen die früher für Arbeitnehmer in der Emscher-Lippe-Region erkämpft wurden, beim Wandel nicht auf der Strecke bleiben. Darin bin ich und Tobias Krupp vom DGB Emscher-Lippe einig. Über zwei Tage begleitete der „Gewerkschaftsjunior“ mich bei meiner Arbeit im Düsseldorfer Landtag. Dabei tauschten wir Ideen aus, wie man Arbeitsbedingungen für die Menschen im Kreis verbessern und die Region gestalten kann.

Wenn heute im Ruhrgebiet jemand gefragt wird: Wo und was arbeitest du, antwortet keiner mehr: Auf’m Pütt. Heute arbeitet über die Hälfte der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor, z. B. in der Pflege oder in der Logistik. Aber gerade hier sind Arbeitsbelastung und -bedingungen oft katastrophal. Eine Verbesserung kann man häufig nur erreichen, wenn die Politik eingreift. Gerade in den sozialen oder Gesundheitsberufen muss daher gerade von staatlicher Seite mehr Geld zur Verfügung gestellt werden. Gemeinsam mit Tobias fordere ich daher: Die Städte hier im Ruhrgebiet brauchen die gleichen Mittel, die auch anderen Regionen zur Verfügung stehen.

Wichtig ist dem Gewerkschafter Tobias und auch mir, dass in der Industrie neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wer dabei an qualmende Schlote oder dreckiges Abwasser denkt, ist aber auf der falschen Fährte: Wir müssen moderne und grüne Industrie in der Region anstoßen und fördern.. Tobias Krupp ist Organisationssekretär bei der DGB-Region Emscher-Lippe. Er begleitete mich im Rahmen des Austauschprogramms der SPD Landtagsfraktion NRW mit den Gewerkschaften.