Die Fa. MINERALPlus (MP) beschäftigt am Standort Gladbeck derzeit 36 Mitarbeiter und ist seit 1990 an der Stollenstraße angesiedelt. Sie firmierte vorher unter dem Namen UTR und gehörte zur Hölter-Gruppe. Heute ist sie eine Tochtergesellschaft der Steag. Die Firma MP verarbeitet die Verbrennungsreststoffe aus öffentlichen Müllverbrennungsanlagen sowie anderer Unternehmen wie Gießereien.

Aus Anlass des öffentlichen Vorwurfs, das von MP eine Gesundheitsgefährdung der Anlieger ausgehe, wurde eine gemeinsame Betriebsbesichtigung des Umwelt- und des Wirtschaftsförderungsausschusses durch die Stadt Gladbeck organisiert. Dabei gab es keine Ecke, die nicht gezeigt wurde. Alle Vorgänge von der Anlieferung in geschlossenen Silolastzügen bis zum Abtransport wurden gezeigt und erklärt. Der Umgang mit diesen Reststoffen setzt eine hohe Professionalität der Mitarbeiter voraus. Diese Professionalität war in allen Berichten und Erläuterungen der Mitarbeiter deutlich zu spüren.

Die Kreislaufwirtschaft hört nicht an der Müllverbrennungsanlage auf, wo der Müll der Bürger landet, sondern auch die Entsorgung der anfallenden Asche ist geregelt. Dass diese Reststoffe umweltgefährdende Schwermetalle enthalten liegt in der Natur der Sache. Umso höher ist der tägliche Einsatz der Mitarbeiter zu bewerten, die diese Industrieabfälle hochprofessionell zu Baustoffen aufarbeiten, die zur Verfüllung von Salzkavernen in Sachsen-Anhalt benötigt werden. Deutlich wurde auch das Unverständnis der Arbeitnehmer, die teilweise seit 30 Jahren dort beschäftigt sind, über die Unterstellungen, ihr Unternehmen würde die Umgebung verschmutzen und damit für Erkrankungen von Nachbarn (s. WAZ Bericht) verantwortlich sein. Tatsächlich hat es in den drei Jahrzehnten, die UTR bzw. MP dort produziert, keinen einzigen Störfall gegeben. Im Gegenteil: Die Austrittsluft enthält nach den Filterungen weniger Stäube und Partikel als die einströmende Luft.

Die Forderung des stellv. CDU-Fraktionsvorsitzenden, eine weitere neutrale Messstation im Umfeld von MP aufzustellen, entbehrt daher jeder Grundlage. Sie ist zugleich eine nicht nachvollziehbare Misstrauensbekundung gegenüber den staatlichen Aufsichtsbehörden und diskreditiert ein Unternehmen und seine Mitarbeiter als potentielle Umweltverschmutzer, obwohl es dafür trotz umfangreicher Kontrollen keinerlei Belege gibt. Die anwesenden Vertreter der Bezirksregierung Münster bestätigten dies ausdrücklich. Der TÜV, die Berufsgenossenschaft, der LANUV und die firmeneigenen Messprotokolle bestätigen dies ebenfalls. Die räumliche Nähe von Mensch und Industrie hier im nördlichen Ruhrgebiet ist seit mehr als einem Jahrhundert gewachsen. Dies ging in der Vergangenheit nicht immer reibungslos vonstatten. Heute herrscht auch in der Industrie die Einsicht vor, dass diese Nähe auch auf dem Vertrauen basiert, dass die Industrie die Menschen nicht über Gebühr belastet. Willkürliche, nicht auf Fakten basierte, offensichtlich parteipolitisch motivierte Anschuldigungen gegen nachweislich ordentlich arbeitende Firmen und ihre Mitarbeiter belasten dieses gewachsene Verhältnis und gefährden Arbeitsplätze. Die SPD steht deshalb an der Seite der gewissenhaft und hart arbeitenden Beschäftigten.