Den Einsatz der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mit einer „Feuerwehrrente“ oder anderweitig durch die Stadtgesellschaft zu honorieren, wird zurzeit in vielen Städten des Ruhrgebietes diskutiert. „Es geht im Kern darum, das Engagement der Ehrenamtlichen bei der Freiwilligen Feuerwehr in einer spürbaren Weise zu honorieren. Die Bereitschaft unter Einsatz seiner eigenen Gesundheit oder gar seines Lebens den Mitmenschen aus Gefahrensituationen zu retten oder Gefahren von Menschen abzuwehren und das auch noch ehrenamtlich ist in der heutigen Zeit gar nicht hoch genug zu bewerten“, meint der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Michael Hübner und weiter sagt er: „Das Thema wird bei den anstehenden Haushaltsberatungen der SPD-Ratsfraktion ganz oben auf der Agenda stehen, denn wir beabsichtigen, gemeinsam mit den Grünen, trotz prekärer Haushaltssituation dieses Vorhaben umzusetzen. Selbstverständlich müssen in diese Entscheidung auch die Ansichten der Mitglieder der Freiwilligen mit einfließen.“

Die SPD-Ratsfraktion hatte bereits am 29.08.2019 mit einer Anfrage nach §13 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt Gladbeck und seine Ausschüsse den Bürgermeister über die Haltung der Stadtverwaltung zu der „Einführung einer Feuerwehrrente nach dem Hertener Modell“ befragt.

In seiner Antwort begrüßt der Bürgermeister grundsätzlich das Vorhaben, das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehr zu stärken. Er bezweifelt jedoch, das mit einer „Altersversorgung“ in ferner Zukunft junge Menschen zu motivieren seien, sich heute in der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren.

Aus seiner Sicht wäre eine Kombination aus einer Rente und einer jährlichen Aufwandsentschädigung für alle bei der Freiwilligen Feuerwehr tätigen Ehrenamtlichen sinnvoller, weil dann am Ende eines Jahres die Honorierung des eigenen Einsatzes für jeden Einzelnen spürbar wäre. Mit einer Summe von rund 50.000 € jährlich wäre so ein Vorhaben umsetzbar.