Zum aktuellen Bericht über den Ausbildungsstellenmarkt in NRW der Agentur für Arbeit äußert sich der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Michael Hübner wie folgt: „Der Ausbildungsmarkt muss jungen Menschen eine Chance geben. Es ist schade, dass viele Stellen unbesetzt bleiben, da viele Unternehmen und Betriebe auf die perfekte Besetzung warten, anstatt schwächeren jungen Menschen eine Perspektive zu bieten.“

Zur Situation im Kreis Recklinghausen sagte Hübner: „In unserem Kreis kommen auf die seit Januar gemeldeten rd. 2.500 Ausbildungsstellen rd. 4.900 Bewerber/innen. Viele Ausbildungsplätze werden allerdings gar nicht gemeldet. Laut der AA-Statistik haben rd. 3.000 Bewerber/innen einen Ausbildungsplatz erhalten oder haben sich entschieden, anderweitige Bildungsangebote zu nutzen. Etwa 1.900 Bewerber seien noch unversorgt und rd. 1.100 Ausbildungsplätze wären bis dato unbesetzt.

Es ist symptomatisch für das nördliche Ruhrgebiet, d.h. auch im Kreis Recklinghausen, dass in Punkto gemeldeter Ausbildungsplätze auf zwei Bewerber/innen nur eine freie Stelle entfällt. Landesweit liegt der Durchschnitt bei fast 1 zu 1 wie beispielsweise im Münsterland.“ Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion ergänzt: „Ich  hoffe aber sehr, dass die Betriebe und Unternehmen die noch unbesetzten Ausbildungsplätze besetzen werden.“

Hübner betont abschließend: „In einer zunehmend vernetzten, globalen Welt ist und bleibt die gute Ausbildung in unserem dualen Ausbildungssystem von immensem Vorteil für unsere junge Leute. Sie eröffnet erst die Chance zu einem dauerhaften Zugang zum Arbeitsmarkt und auf ein selbstbestimmtes Leben. Wenn man aber die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt genau betrachtet, kann ich den Unternehmen nur raten auf junge und motivierte Bewerber zu setzen um global und regional konkurrenzfähig zu bleiben. Ansonsten wird der Facharbeitermangel in immer größeren Schritten voranschreiten.“